new national gallery budapest

27 Aug SANAA ODER SNØHETTA KÖNNTEN DIE NEUE NATIONALGALERIE PLANEN

SANAA aus Japan und Snøhetta aus Norwegen gewannen im April 2015 den internationalen Architekturwettbewerb für den Neubau der Ungarischen Nationalgalerie und des Ludwig Museums.

Nach einem fachlich hoch umstrittenen Regierungsbeschluss sollen im Budapester Stadtwäldchen auf derzeit betonierten Flächen und anstelle veralteter Gebäudenutzungen fünf Museumsneubauten entstehen, sowie das Museum für Schöne Künste und das Verkehrsmuseum erweitert werden. Nachdem zuvor die Entscheidungen für das Haus der Musik, das Ethnografische, das Architektur- und Fotografie-Museum gefallen waren, entschied sich die internationale Jury beim Doppel-Museumsneubau für zwei erste Preisträger.

Auf einer Fläche von über 50.000m2 sollen die Nationalgalerie – seit 40 Jahren in der Budaer Burg beheimatet – und das Ludwig-Museum – seit 10 Jahren im Neubau des Palastes der Künste am Donauufer untergebracht – am Ort der Veranstaltungshalle Petőfi Csarnok in der nordöstlichen Parkmitte zu einem neuen Komplex zusammen geführt werden. SANAA sieht dafür einen leichten Bau aus schlanken Betonstützen und blätterartig schwebenden Dachscheiben vor. Snøhetta schiebt zwei Baukörper aneinander, deren ansteigenden Dachebenen begehbar sein und neue Ausblicke auf Park und Stadt ermöglichen sollen – ähnlich ihrem Osloer Opernhaus.

GA Budapest sieht das Konzept des geplanten Museumsquartiers ebenfalls kritisch. Für Budapests Stadtentwicklung und Lebensqualität wären erweiterte Grünflächen in bestehenden Parks – Stadtwäldchen, Margaretheninsel, Donauufer – und intensivere Nutzungen in bestehenden Kulturquartieren – Millenáris Park, Millennium Zentrum, Burgviertel – nachhaltiger, als die Vermischung von Stadt- und Parknutzungen in einem 200 Jahre alten Park.

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