27 Mar BUDAPESTS UNGEBAUTE TRÄUME

Zehn Jahre ist es her, dass die Welt von Zaha Hadid Abschied nahm. Auch in Budapest sollte ihr Geist der fließenden Formen Gestalt annehmen. Doch sie war nicht die Einzige: auch Norman Foster oder Erick van Egeraat entwarfen für die Pester Innenstadt Visionen, die heute nur noch in Archiven existieren.

Drei Visionen, die Budapest verändert hätten

Zaha Hadids „Alien“ am Szervita tér (2006) – Ein organischer, geschwungener Baukörper, der wie ein glattgeschliffener Kieselstein wirkte. Mit weichen Übergängen zwischen Straße, Fassade und Dach hätte der Bau einen radikalen Bruch mit der barocken Nachbarschaft gewagt. Die Weltwirtschaftskrise 2008 ließ das Projekt jedoch für immer in den Schubladen verschwinden.

Der gestrandete „Zeppelin“ (2008–2010) – Foster + Partners planten ein zeppelinförmiges Dach über einem historischen Komplex nahe dem Vörösmarty tér. Das Luftschiff aus Stahl und Glas sollte Hotel-, Konferenz- und Büroräume beherbergen, scheiterte jedoch am massiven Widerstand des Denkmalschutzes.

Egeraats Rathaus-Forum (2008) – Ein sensibler Entwurf von Erick van Egeraat, der den barocken Block des Rathauses zur Károly körút hin mit einem modernen Eckturm und transparenten Atrien öffnen wollte. Ein politischer Wechsel im Rathaus und die Insolvenz seines Büros besiegelten jedoch das Schicksal auch dieses Projekts.

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